Ausschaffungsinitiative und Gegenvorschlag bringen nur Scheinlösungen
- Jedes Jahr sind in der Schweiz Hunderte Personen von einer Ausschaffung betroffen. Dass es nicht mehr sind, liegt nicht an der viel zitierten „Kuscheljustiz“, sondern am Vollzugsproblem: Auch nach Annahme von Initiative oder Gegenvorschlag können beispielsweise weder Personen ausgeschafft werden, deren Heimatländer die Aufnahme verweigern, noch können Straffällige in ein Land ausgeschafft werden, wo sie an Leib oder Leben bedroht sind. Dies ist auch richtig so, denn eine faktische Todes- oder Körperstrafe für Diebstahl oder Sozialmissbrauch wäre nicht mit unserem Rechtsverständnis vereinbar.
- Der Anteil an Kriminellen in der ausländischen Wohnbevölkerung ist zwar etwas höher als in der Schweizer Bevölkerung, aber bei weitem nicht so hoch, wie es uns die herumgereichten Zahlen weis machen wollen. Ein grosser Teil der Kriminalität betrifft nämlich Ausländer und Ausländerinnen ohne Aufenthaltsbewilligung. Weder die Ausschaffungsinitiative noch der Gegenvorschlag ändern an der Situation dieser Kriminaltouristen und Illegalen etwas. Denn wo keine Aufenthaltsbewilligung vorhanden ist, kann diese auch nicht entzogen werden.
- Beim Schlagwort der „Ausländerkriminalität“ geht gerne vergessen, dass bei der ausländischen Wohnbevölkerung der Schweiz nur ein ganz kleiner Prozentsatz jemals straffällig wird. Der grösste Teil verhält sich korrekt und trägt massgebend zu unserem Wohlstand bei. Die Wirtschaft ist auf sie angewiesen. Mit dem geforderten Sonderstrafrecht stellt man diese Bevölkerungsgruppe unter einen Generalverdacht. So etwas gehört nicht in unsere noch neue Bundesverfassung.
- Die Bevölkerungsgruppe mit der höchsten Kriminalitätsrate sind nicht etwa die Ausländer und Ausländerinnen, sondern die Männer: Etwa 85% der verurteilten Straftäter sind männlich. Trotzdem kommt niemand auf die Idee, für Männer Sondersanktionen zu fordern.
- Es ist nicht nachvollziehbar, wenn ein Secondo oder eine Seconda, in der Schweiz geboren und aufgewachsen, nach einem Steuer- oder Sozialhilfebetrug Freunde und Familie verlassen und in ein unbekanntes Land ausreisen muss, während der Kollege oder die Nachbarin mit Schweizer Pass trotz gleichem Delikt nach Verbüssung der Strafe wie vorher weiterleben darf. Wo bleibt da die Rechtsgleichheit?
- Initiative und Gegenvorschlag schaffen eine Dreiklassenjustiz. Für schweizerische Delinquenten würde weiterhin nur das Strafrecht gelten. Für Kriminelle aus der EU gilt das Freizügigkeitsabkommen: Sie können nur ausgeschafft werden, wenn sie auch nach ihrer Haft weiterhin schwere Straftaten begehen. Nur die Menschen aus dem Rest der Welt träfe der neue Verfassungsartikel mit voller Härte. Ein solches (Un-) Rechtssystem gehört nicht in unsere Verfassung. Darum braucht es am 28. November zwei Nein!
Grüne Glattfelden, Catrina Angele
Gemeindewahlen 2010
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ins Wahlbüro | in die Schulpflege |
Vor zwei Jahren hat die Grüne Partei Glattfelden zu ihrem 25 Jahr-Jubiläum vom Gemeinderat dieses Apfelbäumchen geschenkt erhalten. | in den Gemeinderat | in die RPK | wieder ins Wahlbüro |
Pascale * 1968 Retoucheurin | Jacqueline * 1965 Direktions- Gartenweg | Christina Witschard * 1965 kaufm. Angesellte / | Antonio Rudin * 1963 Architekt ETH Steinboden | Andrea Schmid *1960 Lehrerin / | |
"Auch im Wahlbüro gilt: | "Mein Engagement |
"Ich mache mich stark für Familien, Vereine und das örtliche Gewerbe, denn Gemeinschaften sind die Grundlage unseres Dorfes." |
"Ich stehe ein für eine nachhaltige und finanziell tragbare Entwicklung unserer Gemeinde." |
"Ich freue mich, weiterhin für unsere Gemeinde tätig zu sein." |
Vernehmlassung zu den Verordnungen über die Wasserversorgung
Vernehmlassung zur Polizeiverordnung
Einladung zum politischen Ausflug
Es ist wieder soweit: Die Grünen laden zu ihrem traditionellen Herbstausflug ein. Er führt dieses Jahr am 26. und 27. September ins Glarnerland. Wie immer enthält das Programm nicht nur kurze Wanderungen und gemütliche Einkehr, sondern vermittelt auch Wissenswertes, diesmal besonders aus den Gebieten Geologie und Sozialgeschichte. Wir bereisen das Sernftal und übernachten in Elm. Dort erfahren wir viel vom Bergsturz anno 1881. In Schwanden besuchen wir das Suworow-Museum und betrachten aus der Nähe die „Glarner Hauptüberschiebung“, welche erst kürzlich zum Weltnaturerbe der Unesco erhoben worden ist. Dazwischen, bei Engi, lassen wir uns durch die Kavernen eines alten Schieferbergwerks führen. Und für die Jungen besteht in Elm die Möglichkeit, eine Trottinett-Abfahrt über vier Kilometer zu unternehmen.
Warum betreibt eine politische Ortspartei einen solchen Aufwand? Wir belohnen damit unsere Mitglieder, zeigen der Öffentlichkeit unsere Vitalität und bieten die Möglichkeit, dass neue Leute uns und unsere Politik (ökologisch konsequent, sozial engagiert, global solidarisch und wirtschaftlich kritisch-nachhaltig) in ungezwungener Atmosphäre kennen lernen. Das ist uns vor den Gemeindewahlen 2010 natürlich besonders wichtig. Denn wir suchen Bürgerinnen und Bürger, die sich für ein Behördenamt in der Gemeinde zur Verfügung stellen. Wer von unserer Seite Einsitz nimmt, trägt zur dringend nötigen internen Vielfalt der Meinungen bei. Wir ermuntern fähige Leute, einmal im Leben auch Erfahrungen in einer Behörde zu sammeln. Denn nur so kann unser Gemeinwesen mit seinem Milizsystem weiter funktionieren. Wer also als ersten Schritt bei den Grünen schnuppern möchte, fordere doch bitte unter rihs-lanz(at)bluewin.ch oder Telefon 044 867 42 13 das Programmblatt unseres Glarnerland-Ausflugs mit Anmeldeabschnitt an oder lade es hier herunter.
Grüne Partei Glattfelden
Vernehmlassung zur Abfallverordnung
Vernehmlassung zum Gemeindehaus
Stellungnahme zur Teilrevision des kantonalen Richtplans zur Raumordnung
Die Grünen Glattfelden haben sich im November 2007 fristgerecht an der Vernehmlassung des kantonalen Amtes für Raumordnung und Vermessung im Bereich Ver- und Entsorgung beteiligt. Im Kapitel "Materialgewinnung" stellen wir den Antrag, es sei auf die zusammenhängende Kiesausbeutung zwischen Zweidlen Dorf und Zweidlen Station zu verzichten. Zur Begründung dieser Haltung gehört, dass der Bevölkerung der beiden noch wachsenden Weiler keine weiteren Lärm-, Staub- und Verkehrsimmissionen zugemutet werden können, und dass der "vorgesehene" Bahnanschluss ein unglaubwürdiges Zückerchen darstellt. Die natürlich gewachsene Moränenlandschaft mit ihren Sperren als Zeugen aus dem Zweiten Weltkrieg soll als Naherholungs- und Landwirtschaftsgebiet erhalten bleiben.
Wenn man weiss, wie teuer Schulhaus-Neubauten zu stehen kommen, und wie perifer die Schulanlage Eichhölzli im Osten des Dorfes liegt, ist es unverantwortlich, das gut erhaltene Schulhaus Wurzen im Westen der Gemeinde opfern zu wollen. Überhaupt finden wir, dass die künftige Richtplanung auf bestehende langjährige Zonenplanung Rücksicht nehmen muss.
Beim Kapitel "Abfall" wehren sich die Grünen Glattfelden auch noch gegen das Wiederauffüllen der Grube Rütenen in Weiach als Mülldeponie, weil sie einer der immer rarer werdenden Trockenstandorte für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten ist.
Die Grünen Glattfelden suchen ...
- Namen und Adressen von Interessierten (SympathisantInnen), die etwa so denken wie wir (Neuzuzüger?!).
- Mitglieder, die mit ihrem Jahresbeitrag die Grundlage unserer politischen Arbeit liefern und sonst in Ruhe gelassen werden wollen (C wie Cash!).
- Mitglieder, die man bei Bedarf beiziehen kann zu Versammlung, Aktionen usw. (B!).
- Mitglieder, die aktiv und mit Ehrgeiz eine Position anstreben, sei es in der Leitung unserer Ortspartei (Generationenwechsel!), sei es in einer Behörde der Gemeinde Glattfelden wie Wahlbüro, Rechnungsprüfungskommission, Schul- oder Kirchenpflege, Gemeinderat (A wie engagiert!).
- Sponsoren, die uns mit einem Beitrag weiterhelfen PC 84-32800-2 (unser Dank ist euch sicher!).
Grünes Natur- und Kulturlandschaftswochenende im Tessin
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Diesmal führte das jährliche Glattfelder grüne Herbstwochenende in Richtung Süden. Das von Koni Ulrich organisierte Programm lockte die nie dagewesene Anzahl von 26 Grünen, Grünliberalen und Zugewandten ins Tessin. Nach einem Picknick am Lago Maggiore fuhren wir gruppenweise auf verschiedensten (Irr-)Wegen per Velo von Minusio nach Magadino, wo uns eine ausgedehnte Führung zu Fuss durch das Natur- und Vogelschutzgebiet der Bolle di Magadino erwartete. Dieser Mündungsbereich des Ticino bildet den letzten Überrest einer ursprünglich grossflächigen Auenlandschaft mit Wäldern, (Alt-)wasser und Riedflächen. Beeindruckend war, wie viele Massnahmen heute notwendig sind, damit trotz Eindämmung und Nutzbarmachung der Flüsse, Industrie und Landwirtschaft, Überbauung der umliegenden Region und Eindringen von nicht einheimischen Pflanzen diese einzigartige Landschaft mit ihren vielfältigen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen weiterhin erhalten werden kann. Nach der Rückfahrt nach Minusio und einem Aperitif im Appartamento Ulrich genossen wir schliesslich das Abendessen im schönsten Grotto der Locarneser Riviera.
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Am nächsten Tag fuhren wir bei strahlendem Herbstwetter mit dem Bus das Maggiatal hinauf zum Bavonatal, wo uns die Stiftung Valle Bavona präsentiert wurde. Diese sorgt zusammen mit dem Heimatschutz für die Bewahrung des urtümlichen Charakters der Häuser und Weiler im Valle Bavona. Von diesen Dörfern aus wurden früher während der Sommermonate die Alpen auf den Talflanken bewirtschaftet, wobei wegen der Bevölkerungsdichte und Bodenknappheit im "steinreichen" Tal selbst die letzten Quadratmeter oben auf Felsbrocken als Gemüsegärten oder Heuwiesen genutzt wurden. Nachdem uns Koni, der Autor des Heimatschutz-Prospektes des Bavonatals, fachkundig vom zweitobersten Maiensäss den Fluss entlang talabwärts nach Foroglio geführt hatte, trennten sich die Wege. Die "Bequemen" liessen sich im nächsten Grotto zu Essen und Trinken nieder, die "Sportlichen" stiegen hoch über den Wasserfall in ein Seitental bis zu einer in den Fels gebauten Alphütte hinauf und die "Normalen" wanderten talabwärts nach Fontana, wobei sich dieser Weg unerwarteterweise als so sportlich erwies, dass die Gruppe den Bus zurück nach Locarno nur knapp erwischte. Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen fuhren wir dann gemeinsam mit dem Zug an den Staus vor dem Gotthard-Tunnel vorbei zurück nach Glattfelden.
Catrina Angele, Grüne Partei Glattfelden
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Wohin gehen unsere Forschungsgelder?
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Der alljährliche zweitägige Ausflug der Glattfelder Grünen Partei führte diesmal ins abgelegene Genf. Fredy Albiker lud ein. Weil er als Ingenieur im CERN gearbeitet hatte, konnten die 16 Angereisten aus Glattfelden und Umgebung diese riesige europäische Anlage für nukleare Grundlagenforschung an der westlichen Landesgrenze besichtigen. Besonders spektakulär ist natürlich der nach Frankreich hinein ragende Kreistunnel in 100 Metern Tiefe mit dem Umfang von 27 Kilometern für die Teilchenbeschleunigung. Das Verständnis liess allerdings zu wünschen übrig, und zwar auf beiden Seiten! Die Experimente mit den kleinsten Teilchen der Materie (Elektronen, Protonen, Neutronen, Quarks, Neutrinos) übersteigen das Fassungsvermögen von Laien. Aber auch unsere kritischen Fragen, warum nicht ebenso viel Geld in die Forschung für erneuerbare Energie oder gegen den Hunger in der Welt bereitgestellt werde, überstiegen das Weltbild der uns führenden Physiker.
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Ein abendliches Fischessen am Ufer der Rhone brachte einen weiteren Gegensatz ans Licht, beginnt doch unmittelbar neben der idyllischen Parklandschaft die 15'000 Einwohner zählende Retortenstadt Le Lignon mit ihren riesigen Zickzackblöcken und Wohnhochhäusern. Für das Nachtlager in einem Bauernhof durchquerte die Gruppe mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Kanton Genf ostwärts bis fast an die Landesgrenze. Denn am Sonntag Vormittag stand die Besichtigung der Gartenbauschule Lullier auf dem Programm (Berufs- und Fachhochschule). Vor der Heimreise kam es beim Mittagessen in einem Seerestaurant mit Blick auf die Fontäne noch zu einem Treffen mit den Genfer Grünen.
Toni Rihs, Grüne Partei Glattfelden
Eingaben an den Gemeinderat zum Verbundfahrplanprojekt 2007/08
- Eine S22 auch um 23.34 Uhr ab Bülach
- Bessere Anbindung Bülachs an Schaffhausen
- Bedienung Glattfeldens auch durch die x.55er Rush-hour-Züge
- Rufbus-System für die Buslücken auf der Station Glattfelden
Gemauschel der Behörden zog nicht
Die Grüne Partei, welche als einzige der fünf Ortsparteien gegen die neue Gemeindeordnung angetreten war, macht den Stimmenden vom 27. November ein dickes Kompliment dafür, dass sie die demokratisch unfairen Methoden der Behörden von Schul- und politischer Gemeinde Glattfelden bei der möglichst unauffälligen Abschaffung der Schulgemeinde durchschaut und die Einführung der Einheitsgemeinde abgelehnt haben.
Sowohl Gemeinderat wie auch eine selbstverräterische Schulpflege wollten ganz still und leise die Schule Glattfelden unter den Einfluss der politischen Gemeinde bringen und den historischen Schritt zu einer Einheitsgemeinde tun. Obwohl die Absichtserklärung des Gemeinderates (wegen eines Darlehens für den Schulhausneubau brauche es eine Fusion!) schon im Jahre 2003 erfolgt war, gelangte die fertig ausformulierte neue Gemeindeordnung ohne jegliche vorangehende Grundsatzdebatte erst nach den Sommerferien 2005 an die Öffentlichkeit. Für die Vernehmlassung der Parteien, deren Auswertung, die Vorbereitung von Änderungsanträgen, die vorberatende Gemeindeversammlung, die Herbstferien und die öffentliche Diskussion zur Meinungsbildung vor der Urnenabstimmung blieben nur gerade drei Monate. Dazu kam, dass die Behörden mit allen Mitteln die Bedeutung dieses Schrittes (z.B. auf dem Stimmzettel) derart herunterspielten, dass eher Verwirrung als Information resultierte.
Mit viel Engagement und Aufwand organisierten die Grünen und andere Gegner mit bildungspolitischem Fachwissen eine ausführliche Vernehmlassung, etliche Artikel im Gemeindeblatt, zahlreiche Anträge an der vorberatenden Gemeindeversammlung (z.B. 7 statt bisher 5 und vorgeschlagene 6 Gemeinderäte), ein kontradiktorisches Podiumsgespräch mit der SVP und ein Nein-Flugblatt. Auf letzterem konnten endlich Gegenargumente zu den sieben Seiten positive Hoffnungen in der offiziellen Weisung gestreut und Falschbehauptungen (z.B. die neue Zürcher Verfassung sehe Schulgemeinden grundsätzlich nicht mehr vor) aufgedeckt werden. Trotzdem war - besonders auch nach einem (zwar etwas verunglückten) Flugblatt der marktbeherrschenden SVP - zu befürchten, dass hier die bürgerliche Mehrheit obsiegen würde. Nicht zuletzt weil sich der Gemeinderat geweigert hatte, die Varianten der Wahl des Schulpflegepräsidenten (explizit als solcher oder als Mitglied des Gemeinderats mit anschliessender Ressortverteilung) vor der Urnenabstimmung zu bereinigen, überforderte man die Stimmenden gewaltig (42 % nahmen zu den eidgenössischen Vorlagen Stellung, aber nur 37 % zur revolutionären Gemeinde-Entscheidung!), und die Jastimmen verteilten sich auf beide Anträge.
Mit Sicherheit haben die Glattfelder Endresultate (598 Nein zu 236 Ja bzw. 465 Nein zu 347 Ja) der Schule ihren selbständigen und eigenverantwortlichen Status vor den Machtansprüchen von Sparpolitikern bewahrt, und auch die demokratisch und sogar juristisch fragwürdige Vorgehensweise der beiden Exekutiven (samt dem unerlaubten Segen der RPK) disqualifiziert.
Herbstausflug 2005: Ernen kennen lernen
Die Bahnfahrt via Bern-Brig war lang, aber durch ein Frühstück im Speisewagen versüsst. In Ernen, auf 1200 Meter über Meer, empfing uns nicht nur Marius Ulrich, unser Glattfelder Aktuar im temporären Walliser Exil, sondern auch ein regionaler Markt auf dem Dorfplatz. Eine kleine Wanderung führte uns ins Nachbardorf Mühlebach mit dem Geburtshaus von Kardinal Matthäus Schiner und dem ältesten kompakten Dorfkern in Holzbauweise der Schweiz. Die Führung durch das Dorf Ernen selbst zeigte uns, warum das schöne Ortsbild seiner Zeit den Wakker-Preis des Schweizer Heimatschutzes erhalten hat. Politisch machte uns das klar, dass das Verbandsbeschwerderecht solcher Verbände nicht eingeschränkt werden darf.
Beim Nachtessen in der Drachenstube des Restaurants St.Georg wurden uns bereits Produkte des Biobetriebes "Bergland" vorgesetzt. Diesen Landwirtschaftsbetrieb, bei dem Marius als Gärtner angestellt ist, besichtigten wir am Sonntag Vormittag: die Maultiere, die Wollschweine, die alte Schafrasse sowie die Gemüse, Blumen- und Kräuterkulturen. Zu Fuss ging es am Mittag hinunter nach Fiesch, wo sich unsere 22-köpfige Reisegruppe aufteilte: Die einen fuhren per Luftseilbahn auf das Eggishorn, um von dort den noch mächtigen Aletschgletscher zu bestaunen, die andern begannen in Gletsch eine romantische Fahrt mit dem Dampfzug über die Furka-Bergstrecke. Das nur noch knapp sichtbare Rändchen des einst so stolzen Rhonegletschers erinnerte uns daran, dass wir politisch weiterhin die Mahner gegen die menschgemachte Klimaerwärmung sein müssen.
Toni Rihs, Präsident Grüne Glattfelden
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Die Grünen Glattfelden vor dem Geburtshaus von Kardinal Matthäus Schiner aus dem 15. Jahrhunder in Mühlebach bei Ernen
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Ernen war Hauptort des Goms mit Richtstätte (Dreifach-Galgen) |
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Abend auf dem Dorfplatz von Ernen |
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Marius Ulrich informiert über "seine" Blumen- und Kräuteräcker |
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Revision des kantonalen Verkehrsrichtplans
Zwei Bahnwünsche
Rückblickend auf den Fahrplanwechsel vom Dezember 04 möchten wir allen verantwortlichen Stellen vom Verkehrsverein Glattfelden über den Gemeinderat Glattfelden, die regionale Verkehrskonferenz Zürcher Unterland, den Zürcher Verkehrsverbund und die SBB bestens für die Fahrplanverbesserungen für den Bahnhof und die Gemeinde Glattfelden danken. Insbesondere konnte das diskriminierende Taktfahrplanloch Glattfelden auf der letzten S-Bahnfahrt des Tages (Zürich ab 0.18 Uhr) gestopft werden, was die Grüne Partei vehement gefordert hatte. Jetzt hält also der "Lumpensammler" wie sonst überall auch in Glattfelden.
Für die weitere Entwicklung des öffentlichen Verkehrs haben wir aber noch zwei weitere Anliegen:
- Der Halbstundentakt von und nach Zürich ist für die Gemeinden zwischen Bülach und Rafz eine sehr gute Sache. Zwar muss immer zur halben Stunde in Bülach vom Schnellzug in die S22 umgestiegen werden. Doch der komfortable Triebwagenzug der Thurbo-Linie mit seinem Niederflur-Einstieg steht jeweils auf dem gleichen Perron bereit. Kommt man aber nachts mit Schnellzügen von auswärts nach Zürich zurück oder von einem Kino- oder Konzertbesuch und steigt in den Schnellzug Zürich ab 23.14 Uhr, fällt man in Bülach in ein Taktfahrplanloch: Der Schnellzug wird nicht mehr von einem Thurbo abgenommen! Und wem das passiert, der oder die muss im verlassenen und völlig geschlossenen (inkl. Warteraum auf dem Perron!) Bahnhof Bülach bis 0.02 Uhr auf die S5 warten, um nach Glattfelden und ins Rafzerfeld weiterzukommen. Wir beantragen, auch den Schnellzug um 23.30 Uhr in Bülach durch eine S22-Thurbo-Komposition für Glattfelden bis Rafz abzunehmen.
- Zu unserem Leidwesen ist das Park and Rail der Station Glattfelden mit viel Asphalt und Flutlicht äusserst luxuriös ausgebaut worden. Denn nun ist das früher kostenlose "Natur"-Parkieren kostenpflichtig, ja sogar sehr teuer geworden. Das Resultat ist ernüchternd: Auf doppelt so vielen Parkplätzen stehen jetzt nur noch halb so viele Autos! Das Ziel von Park and Rail, Leute von der Autofahrt in die Stadt Zürich abzuhalten und in den ÖV zu locken, hat also klar einen Rückschlag erlitten. Die Zusatzkosten von Fr. 400.- pro Jahr für Dauerparkierer zusätzlich zum Zugsabonnement sind einfach zu viel. Wenn also die SBB unsere Parkplätze schon "bewirtschaften" müssen, dann hoffen wir nun auf eine marktwirtschaftliche Reaktion der Verantwortlichen: Die Nachfrage muss durch Preisnachlass gesteigert werden! Wir beantragen, dass die Park and Rail-Gebühren auf der Station Glattfelden um einen Viertel zurückgefahren werden, um die vorhandene Anlage besser auszulasten.der Grünen Glattfelden
Impressionen der 16. Glattfelder Velobörse
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Schönes Wetter, motivierte Köche und Risotto vom Feinsten ...
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... liessen die 16. Glattfelder Velobörse zum vollen Erfolg werden |
Die vierzehnjährige Tradition der Glattfelder Neujahrshöcke bei Nüssen und Wein
Herbstausflug 2004 der Grünen Glattfelden
Als im Juli die Zeitungen den Tod von Hans A. Pestalozzi vermeldeten, erinnerte ich mich an sein Buch "Nach uns die Zukunft", das vor genau 25 Jahren erschienen war und über 200'000 Auflage machte. Darin stellte er seine provokativen Vorträge vor Lehrerinnen und Lehrern zusammen, mit denen er die Schwachstellen unserer Wachstums- und Konsumgesellschaft aufdeckte und Alternativen dazu entwickelte. So plädierte er für Umweltschutz und Biolandbau, für die Friedensbewegung und gegen Waffenexporte, für die Abschaffung der Armee, gegen Atomkraftwerke und gegen die Ausbeutung der Dritten Welt. Dies alles sagte er als Manager der Migros, der die Wirtschaftshochschule St.Gallen absolviert hatte und dann Sekretär von Migrosgründer Duttweiler war und Major der Schweizer Armee wurde, bevor er das Gottlieb Duttweiler-Institut in Rüschlikon aufbaute und als Denkfabrik berühmt machte. Nach seinem Rauswurf aus der Migros reiste er als "autonomer Agitator" mit seinen Vorträgen durch die Lande und zog sich später als Aussteiger und Selbstversorger ins Toggenburg zurück.
Es ärgerte mich, dass wir Grüne einen solchen Vordenker einfach vergessen konnten und ihm zu Lebzeiten nie einen Besuch abgestattet hatten. So entschloss ich mich spontan, Hans A. Pestalozzi mit dem traditionellen zweitägigen Herbstausflug der Grünen von Glattfelden posthum die Referenz zu erweisen. Am wettermässig allerschönsten Oktoberwochenende pilgerten wir also zu seinem Bauernhaus im Wattwiler Steintal, wo noch die von ihm besorgten Blumen und Gänse verlassen herumstanden. Bei der Linde, unter der die drei Kinder seine Urne beigesetzt hatten, liessen wir uns von einem Werkbetreuer über sein Leben und Wirken informieren. Am Sonntag nach dem Frühstück bekamen wir dann noch Gelegenheit, einen Dokumentarfilm des Bayerischen Rundfunks über Hans A. Pestalozzi anzuschauen, der im Schweizer Fernsehen noch nie gezeigt worden war. Die weiteren Programmpunkte unseres Ausflugs waren allesamt passend "alternativ". Die Musikalischen unter uns trafen in Rennen bei Necker einen "Weltmusiker", bei dem sie mit seinen selbstgebauten Rhythmusinstrumenten improvisieren konnten. Übernachtet wurde im früher genossenschaftlich getragenen Gasthaus Rössli in Mogelsberg, wo wir uns am Abend ein Konzert der "Celtic Blues Company" zu Gemüte führen konnten. Am Sonntag wurden wir noch von der Präsidentin der Toggenburger Grünen im Weltladen von Degersheim begrüsst, bevor wir bei Dicken den Bauernhof einer sozialpädagogischen Grossfamilie besichtigten. Im Albisbodenhof werden viele ökologische Kleinstrukturen gepflegt und insbesondere alte Obstsorten und Heilkräuter gezüchtet. Wie es sich für uns gehört, reisten wir per Bahn und Postauto und erreichten unsere jeweiligen Ziele mit Kurzwanderungen. Schade nur, dass nicht noch mehr Neuinteressierte die gute Stimmung an diesem prächtigen Herbstwochenende miterlebt haben.
Toni Rihs, Präsident Grüne Glattfelden
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Die Grünen Glattfelden vor dem Haus von Hans A. Pestalozzi im Wattwiler Steintal
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... und unter der Linde |













